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Outlast

Outlast wurde als das schlimmste Horrorspiel aller Zeiten angeteasert. Ob das Spiel seine Erwartungen erfüllen konnte, ober es sie gar übertroffen hat, erfahrt Ihr jetzt im ExtraGames Test.


Die Kampagne:

Die Story über ein Irrenhaus das von einem mysteriösen Wesen namens Walrider kontrolliert wird ist fürs erste kein schlechter Ansatz. Allerdings ist der Horror bei Outlast leicht vorhersehbar, denn sobald man einen Schlüssel aufnimmt passiert IMMER IRGENDWAS; das heißt man sollte sich vor dem Drücken von Knöpfen, dem Aufnehmen von Schlüsseln und dem Öffnen von bestimmten Türen immer nach Versteckmöglichkeiten umsehen. Damit sind Spinde und Betten gemeint in oder unter denen man sich mit kleinem Risiko verstecken kann. Das Spiel ist vorwiegend von einfachen Trial & Error Passagen geprägt und auch Backtracking ist in großer Form vorhanden wie beispielsweise bei Dead Space 3, allerdings ist das halb so schlimm, da der Horror sich bei jedem Durchlauf erneuert und man sich aufgrund der Dunkelheit ohnehin kaum an die entsprechenden Areale erinnert.


Gameplay:

Das Gameplay eines Horrorspiels ist durch den Einsatz des Camcorders als wichtigstes Gadget fast neu erfunden worden. Man irrt weder mit einer Taschenlampe durch die Gänge, noch sammelt man durchgehend irgendwelche unnötigen Notizen. All dies ist bei Outlast deutlich besser gelöst.

Mit dem Camcorder kann man Ereignisse aufnehmen und eine Infrarotnachtsicht aktivieren, mit der man solang man Batterien hat im Dunklen sehen kann. Und damit wären wir bereits beim nächsten Problem: den Batterien. Diese sind nur sehr rar gesät und wenn man nicht intensiv nach ihnen sucht steht man irgendwann im Dunkeln und sieht die Psychopathischen Gegner nicht mehr.

Das Spiel basiert hauptsächlich auf dem Finden von Schaltern und dem Durchqueren etlicher Areale, dabei hat man allerdings keine Waffen und muss sich bei jeder Verfolgung in Spinden oder ähnlichen Gegenständen verstecken. Dabei besteht eine kleine Chance dass man vom Gegner entdeckt wird, was dem Horror noch eine weitere, unsichere, zufällige Komponente verleiht.


Sonstiges:

Die teilweise enorm spürbare geistige Limitiertheit des Protagonisten („Warum nimmt er sich keine Waffe? Da liegen doch ZEHN!!!“), sowie die teils enorm strapaziösen Schalter A-Schalter B- Hauptschalter-Passagen geben der sonst undurchdringbaren Horrorschicht kleine Risse. Wiederum gut gelöst ist das Notizen-Dokumente-System. Dokumente oder Akten muss man suchen um dadurch die Hintergrundgeschichte zu erklären und Notizen macht sich der Charakter nur, wenn man Ereignisse mit dem Camcorder festhält.

Wertung: 87%