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Metal Gear Solid V: Ground Zeroes

6 Jahre haben wir warten müssen, nun ist es soweit: Metal Gear Solid V: Ground Zeroes ist auf dem Markt, ob es an die zweifelsohne grandiosen Vorgänger anknüpfen kann erfahrt Ihr jetzt in meinem PS4-Test.

 

Kampagnentechnisch macht Ground Zeroes mal wieder alles richtig. Grandios genial inszenierte Zwischensequenzen, die fantastisch aussehen und eine traurige Geschichte um 2 Gefangene, die schwer misshandelt wurden. Die Metal Gear-Reihe stand immer für Kritik und Auseinandersetzung mit pikanten Themen wie Kindersoldaten, Missbrauch, etc. Diese teils äußerst brutale Darstellung von Schmerz (Hier werden keine Szenen gezeigt) könnte den ein oder anderen Spieler verwirren, beispielsweise wird in einer Zwischensequenz einer Frau Sprengstoff aus der Bauchhöhle entfernt.

 

Nichtsdestotrotz spielt sich der Prolog zu MGS5: The Phantom Pain grandios. Das Gameplay ist bis auf etwaige Steuerungsprobleme durch Mehrfachbelegung der Tasten schlicht simpel wie grandios. Gegner von hinten umhauen, in Deckung springen- einfach toll gemacht.

 

Gameplaytechnisch gibt es einige Neuerungen, wie beispielsweise eine Bullettime kurz nachdem man entdeckt wurde, in der man den Feind noch schnell ausschalten kann. Allerdings setzt Ground Zeroes auch auf altbewährtes, wie beispielsweise das charakteristische Ausrufezeichen über den Köpfen der Wachen, oder der gute alte Metal Gear-Sound.

 

Die 6 Missionen unterscheiden sich je nach System. Auf der Playstation 4 beispielsweise gibt es eine Deja-vu-Mission, in der man ein altes Level aus Metal Gear Solid (1998) in neuer Grafik durchläuft. Desweiteren gibt es neben der nächtlichen Hauptmission noch 5 weitere Nebenaufträge, die bei Tag stattfinden.

 

Um zur Zeitdiskussion zu kommen – Ich habe für die Hauptmission ganze 2,4 Stunden gebraucht. All das völlig ohne Geheimnisse, und ohne alles erkundet zu haben. Die weiteren Missionen bringen zusätzlich alle noch eine gute Stunde auf die Waage, damit befindet man sich bei einer gesamten Spielzeit von 8-9 Stunden, mit Geheimnissen und anderen Aktionen kommt man auch gut auf 12. Zudem ist zu empfehlen, MGS5 mehrere Male durchzuspielen, da man in der halbwegs offenen Welt immer sehr viel neues entdeckt, und auch der Expertenmodus ist fordernd wie spaßig.

 

Grafisch ist Ground Zeroes äußerst schick, besonders die Zwischensequenzen sehen unfassbar realitätsnah aus. Hier wurden meiner Meinung nach erstmals alle Vorzüge der Next-Gen besonders deutlich, die brandneue Fox-Engine leistet ganze Arbeit.

 

Fazit:
Metal Gear Solid V: Ground Zeroes ist auf jeden Fall zu empfehlen, ein Muss für jeden Fan der Reihe. Für alle PS4-Spieler ebenfalls für schlappe 30 Euro ein Pflichtkauf, auf anderen Systemen ist Ground Zeroes minimal schwächer.

 

Wertung: 91/100